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Beispiele für Compliance-Anfragen

Compliance-Anfragen treffen KMU oft überraschend: ein Grosskunde will ESG-Daten, eine Bank fragt nach Risikoinformationen, ein Exportgeschäft braucht Produktnachweise oder ein KI-Service soll sauber dokumentiert werden.
Typische Compliance-Anfragen an KMU von Banken, Grosskunden, Lieferketten und Exportpartnern

Worum es auf dieser Seite geht

Diese Beispiele zeigen typische Anforderungen, die KMU erhalten können. Sie sind nicht abschliessend und ersetzen keine Rechtsberatung. Sie helfen aber, besser zu verstehen, welche Informationen, Daten und Dokumente vorbereitet werden sollten.

Welche Vorbereitung sinnvoll ist, hängt stark von Industrie, Markt, Kunden, Produkten und Compliance-Thema ab. Ein Produktionsbetrieb braucht andere Grundlagen als eine Kanzlei, ein Finanzdienstleister, ein Softwareanbieter oder ein exportorientiertes Handelsunternehmen.

1. Bank fragt ESG- oder Risikodaten an

Eine Bank kann Informationen zu Nachhaltigkeit, Governance, wirtschaftlicher Stabilität, Eigentümerstruktur, Risiken oder internen Kontrollen verlangen.

Typische Anforderungen:

  • Unternehmensdaten und Eigentümerstruktur
  • Umsatz, Mitarbeitende und Geschäftsfelder
  • ESG-Informationen
  • Risikomanagement und interne Verantwortlichkeiten
  • Datenschutz- und Compliance-Grundlagen

2. Grosskunde fragt Lieferanteninformationen an

Grössere Kunden müssen ihre Lieferketten zunehmend besser verstehen. Deshalb fragen sie auch kleinere Lieferanten nach Daten.

Typische Anforderungen:

  • Lieferanten- und Herkunftsinformationen
  • Umwelt- und Energieangaben
  • Arbeitsbedingungen und soziale Standards
  • Zertifizierungen und Richtlinien
  • Nachweise zu Produkten oder Materialien

3. AML-nahe Anfrage im finanziellen Risikomanagement

Bei bestimmten Geschäftsbeziehungen können Informationen zu Geldwäscherei-Risiken, wirtschaftlich Berechtigten, Transaktionen oder Kundengruppen relevant werden.

Typische Anforderungen:

  • Kunden- und Partnerinformationen
  • Zahlungs- und Transaktionsmuster
  • wirtschaftlich Berechtigte
  • Sanktions- oder Länderrisiken
  • interne Prüf- und Freigabeprozesse

4. EU-KI-Verordnung bei KI-Angeboten

Wenn ein KMU KI-Services anbietet oder KI in Kundenlösungen nutzt, können Fragen zu Transparenz, Verantwortlichkeiten, Daten, Risiken und Dokumentation entstehen.

Typische Anforderungen:

  • Beschreibung der KI-Funktion
  • Zweck und Nutzergruppen
  • Datenquellen und menschliche Kontrolle
  • Risikoeinschätzung
  • Dokumentation und Kundeninformation

5. REACH, Produktsicherheit und Export

Bei Produkten, Materialien, Chemikalien, Komponenten oder Exportgeschäften können Nachweise zu Stoffen, Sicherheit, Herkunft oder regulatorischen Anforderungen wichtig werden.

Typische Anforderungen:

  • Produkt- und Materialinformationen
  • Sicherheitsdaten und Konformitätsnachweise
  • Lieferanteninformationen
  • Export- und Zielländer
  • technische Dokumentation

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KMU Digitalwerk ersetzt keine spezialisierte Rechtsberatung. Wir arbeiten mit spezialisierten Anwältinnen, Anwälten und Fachexperten zusammen, wenn rechtliche oder fachliche Einordnung nötig ist.

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